| Let's do mathematics Mathematik erleben | ![]() |
Im Rahmen einer Initiative der VolkswagenStiftung "Perspektiven der Mathematik an der Schnittstelle von Schule und Hochschule" bietet der Fachbereich Mathematik und Informatik der
Martin-Luther-Universität Halle auch im Jahre 2002 einige Veranstaltungen an.
Hier soll am Beispiel der Mathematik in wissenschaftliche Arbeitsmethoden eingeführt werden. Dies bedeutet Beobachten und Experimentieren, Erkennen und Prüfen, Verallgemeinern und Zusammenfassen. Besonderer Wert wird dabei auf Teamarbeit in kleinen Teams von 3 4 Schülern gelegt. Jedes Team wird von einem studentischen Tutor betreut. Wichtig ist dabei immer, dass das Team sich selbstständig die Theorie und Lösung der Probleme erarbeitet.
Die konkreten Projekte sind:
Rekursive Strukturen
Rekursivität scheint ein grundlegendes Muster sowohl für mathematische Strukturen als auch für physikalische Objekte zu sein. Die Ziele des Projektes sind:
Wie genau ist mein Taschenrechner? Fehlerbetrachtungen zu Computerberechnungen
In dem Projekt sollen die Auswirkungen von Rundungsfehlern bei der Abspeicherung von Dezimalzahlen im Computer untersucht werden.
In einem ersten theoretischen Teil wird die Dualdarstellung von gebrochenen Zahlen behandelt. Es wird verdeutlicht, dass Endlichkeit von Dezimalbrüchen nicht auch Endlichkeit der Dualdarstellungen bedeutet und untersucht, wieviel Dualstellen notwendig sind um gewisse Fehlerschranken einzuhalten.
Im zweiten Teil soll unter Verwendung von MATHEMATICA die Fehlerfortpflanung bei verschiedenen Berechnungen und deren Auswirkungen auf das Ergebnis verdeutlicht werden. Zu Vergleichszwecken wird dabei insbesondere auch die Fähigkeit des Formalalgebrasystems genutzt, exakt zu rechnen.
Nichtlineare Optimierung
Es erfolgt eine Herleitung von Optimalitätsbedingungen für Aufgaben mit verschiedenen Beschränkungen, u. a. des LAGRANGEprinzips. Die erhaltenen Kriterien sollen selbständig auf Beispiele aus Geometrie und Physik und zum Beweis von Ungleichungen angewandt werden.
Die Kurse im einzelnen sind (in Klammern sind die jeweiligen Termine angegeben):
Das Iterationsprinzip in der Numerik (1.06., 8.06., 15.06.2002)
Eines der wichtigsten Prinzipien in der Numerik ist die Iteration. Es wird an ausgewählten Methoden zur Lösung von nichtlinearen Gleichungen und Gleichungssystemen erläutert. Einige der Algorithmen sollten programmiert und an Beispielen getestet werden.
Entwurf von Algorithmen (26.10., 2.11., 9.11.2002)
An Hand von Beispielen soll zunächst der Algorithmusbegriff und der Begriff der Datenstruktur erläutert
werden. Insbesondere sollen Stundenplan- und Fahrplanerstellung betrachtet werden. Es ist hierbei praktisch unmöglich, eine optimale Lösung zu finden. Die Teilnehmer sollen Lösungen ausknobeln. Anschließend werden am Beispiel von Java Konzepte zur Umsetzung auf den Rechner diskutiert.
Diese Veranstaltungen sind (Termine in Klammern):
Zufall mit dem Computer (16.11.02)
Ziehen der Lottozahlen, Drehen eines Glücksrades, Werfen eines Würfels das liefert Zufallszahlen. Durch Taschenrechner oder PC dagegen werden Zahlen berechnet. Was also tun, wenn man z. B. für Computerspiele berechnete Zufallszahlen braucht? Inwieweit sind die berechneten Zahlen dann noch zufällig? Wie kann man Zahlenfolgen erzeugen, die wenigstens einigermaßen zufällig aussehen? Im Kurs werden unterschiedliche Modelle zum Erzeugen von Zufall entwickelt, mit dem Rechner erprobt und soweit möglich mathematisch analysiert, und es werden verschiedene Verfahren zum Beurteilen der Güte von Zufall vorgestellt und diskutiert.
Informationen über weitere Veranstaltungen im Rahmen des Projektes "Perspektiven der Mathematik an der Schnittstelle zwischen Schule und Universität" findet man unter http://www.volkswagenstiftung.de.